Concordia Domi Foris Pax - Das Projekt

Das Schüler-Kunstprojekt CONCORDIA DOMI FORIS PAX ist grundsätzlich.

Es nimmt direkten Bezug zum Thema „Jüdisches Leben in Schleswig-Holstein“ des vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein ausgelobten Programms "Schule trifft Kultur - Kultur trifft Schule", geht aber über diesen unmittelbaren Bezug hinaus. Jedes menschliche Leben in Freiheit und Würde, insbesondere das Leben einer historisch wie gegenwärtig von Antisemitismus und Gewalt bedrohten Minderheit ist von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig.

Für diese zivilisatorischen Voraussetzungen, welche allen Menschen gleiche Würde, gleiche Rechte und gleiche Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung und sozialen Teilhabe zugestehen, steht sinnbildlich die Inschrift des Lübecker Holstentors: CONCORDIA DOMI FORIS PAX – Eintracht im Innern, Friede nach außen. Sie ist – wie Artikel 1 des Grundgesetzes: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ – nicht als Zustandsbeschreibung, sondern als immerwährender Auftrag zu verstehen.

Das Schüler-Kunstprojekt CONCORDIA DOMI FORIS PAX ist universell.

Die Voraussetzungen eines auf Menschenwürde, rechtlicher Gleichstellung, religiöser, kultureller, politischer und individueller Freiheit beruhenden Gemeinwesens finden ihre Ausformulierung in den Grundrechtsartikeln 1-19 des Bonner Grundgesetzes ebenso wie in den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Sie gelten universell, unabhängig von Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, persönlicher Identität oder Orientierung.

Der Formulierung solcher allgemein gültigen Grundrechte ist die schlimmste denkbare Verletzung von Recht und Würde des Menschen – vor allem jüdischer Menschen – vorausgegangen. Sie wurden formuliert angesichts der Erfahrung der Negierung jeglichen Menschenrechts sowie im Bewusstsein ihrer allgegenwärtigen und immerwährenden Bedrohtheit.

 Flyer des Projekts

Das Schüler-Kunstprojekt CONCORDIA DOMI FORIS PAX ist fächerübergreifend.

In seinem Zentrum steht die Zahl 21: Die Inschrift des Holstentors besteht aus 21 Buchstaben. Am Anfang der gemeinsamen Arbeit steht die zeitgeschichtliche Betrachtung der 21 Jahre von 1928 bis 1949. 21 Schülerinnen und Schüler analysieren die Ereignisse in Lübeck während jener Jahre und vergleichen sie mit ihren Gegenwartserfahrungen. Dazu gehören auch die Lektüre und Analyse der Artikel 109 bis 165 der Weimarer Reichsverfassung von 1919, der Allgemeinen Erklärung der Men-schenrechte von 1948 sowie der Artikel 1-19 des Bonner Grundgesetzes von 1949.

Aus den Ergebnissen dieser zeitgeschichtlichen Betrachtung entsteht In einem künstlerischen Transformationsprozess entsteht eine Installation, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellung eines freien und gerechten, demokratischen und rechtsstaatlichen Staatswesen im Sinne von CONCORDIA DOMI FORIS PAX gestaltgebend zum Ausdruck bringen.

Das Schüler-Kunstprojekt CONCORDIA DOMI FORIS PAX ist nachhaltig.

Das Ergebnis wird eine Skulpturen- und Video-Installation sein, welche in einem dauerhaft fortschreitenden Prozess die Phasen von Aufbau, Zerfall und erneutem Aufbau abbildet. Der Prozess der Veränderung wird so lang fortdauern, wie die Installation besteht – und umgekehrt.

Elementarer Bestandteil des Schüler-Kunstprojekts CONCORDIA DOMI FORIS PAX ist die ständige und beständige Präsenz der Installation im öffentlichen Raum: analog in den Räumen der Hanse-Schule sowie virtuell 24/7 im Internet.


Schirmherr:Björn Engholm
Konzept, wissenschaftliche und künstlerische Leitung:Armin H. Flesch
Schulische Leitung:Klaus Senkbeil
IT-Programmierung und Web-Design:Max Sternitzke